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Wegen homophober Raps – Protest gegen Auftritt von Bausa

Der Deutsch-Rapper ist Headliner des Reeperbahn Festivals in Hamburg

Bausa homophob
Foto: Pinterest

Hamburg Pride e.V. protestiert gegen den Aufritt des Deutsch-Rappers Bausa beim Reeperbahn Festival,

«Ich lass keine Hurentochter ungefickt / alle wollen meinen Dick / sogar Lesben werden umgedreht»: Diese Zeilen stammen von einem der Headliner des Reeperbahn Festivals: Bausa hat sie im Rexmix von «Vossi Bop», einer Kooperation mit dem Briten Stormzy, zum Besten gegeben (zu hören bei 0’39).

Der Deutsch-Rapper Bausa tritt dort am Freitagabend im Rahmen der Warner Music Night im Docks auf, anstelle der britischen Band Foals, die ihren Auftritt absagen musste. Bausa bediene laut Stefan Mielchen von Hamburg Pride in seinen Videos auch sexistische und frauenverachtende Stereotype, wenn er beispielsweise mit geschultertem Gewehr Frauen als Objekte sexueller Phantasien inszeniert und sie wie auf der Jagd erlegt («Vagabund»).

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Hamburg Pride e.V. protestiert gegen den Aufritt des Deutsch-Rappers beim Reeperbahn Festival. «Es gilt die Freiheit der Kunst», so Stefan Mielchen, Erster Vorsitzender des Vereins. «Aber wer seine Kunst für sexistische oder homophobe Botschaften nutzt, missbraucht diese Freiheit – und seien es nur drei Zeilen in einem Song-Ausschnitt. Es gibt nicht nur ein bisschen Homophobie oder ein bisschen Sexismus. Wer so textet, offenbart eine Haltung, die nicht akzeptabel ist.»

Die Festivalleitung sollte laut Mielchen klare Kante zeigen und deutlich machen, dass Homophobie und Sexismus in der Rainbow City Hamburg keinen Platz haben, schon gar nicht auf einer derart prominenten und breit vermarkteten Veranstaltung.

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Cosmo, das internationale und interkulturelle Hörfunkprogramm von WDR und Radio Bremen, habe Bausa im Juli von seiner Playlist genommen, das Reeperbahn Festival hingegen rolle ihm den Teppich aus. «Lesbenfeindlichkeit und Frauenverachtung kehrt man offenbar lieber darunter, um es sich mit Warner Music nicht zu verscherzen.»

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Um homophobe und rassistische Rap-Texte gibt es immer wieder Ärger: So steht etwa das Album von Bushido «Sonny Black» auf dem Index (MANNSCHAFT berichtete). Grund: In den Texten werde Gewalt sowie ein krimineller Lebensstil verherrlicht, zudem seien viele Textpassagen frauen- und homosexuellenfeindlich.

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