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Homophobe Standesbeamtin lehnte dieses Paar ab – jetzt sagt sie Sorry

Laurel «Sherrie» Eriksen weigerte sich, einem Männerpaar aus dem Bundesstaat New York die Ehelizenz auszuhändigen

Foto: Lambda Legal

Im Sommer 2018 weigerte sich die Standesbeamtin Laurel Eriksen in der Kleinstadt Root, einem schwulen Paar die Eheunterlagen auszuhändigen. Nun hat sie sich entschuldigt. Die Stadt zahlte an das Paar  25.000 Dollar.

Laurel Eriksen, Standesbeamtin in der Kleinstadt Root im Bundesstaat New York hatte traurige Berühmtheit erlangt, als sie sich Ende 2018 weigerte, einem schwulen Paar Ehelizenzen auszustellen. Sie war nicht die einzige – vor allem Kim Davis aus Kentucky wegen ihrer homophoben Haltung von Konservativen und evangelikalen Christen gefeiert und von LGBTIQ Aktivisten kritisiert worden.  Aber sie war nun die erste, die sich entschuldigt hat für ihr Verhalten, mit dem sie die Community verletzt habe.

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Als Thomas Hurd and Dylan Toften das Aufgebot bestellten wollten, schickte Eriksen sie weg. Sie hätten keinen Termin, sagte sie ihnen – und überhaupt: Sie sei aufgrund ihres Glaubens gegen gleichgeschlechtlichen Ehen.

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Homophobe Standesbeamtin
Foto: Twitter/Screenshot

Nun erklärte sie in einer Sitzung des Stadtrates: «Zu meinen Aufgaben als Stadtschreiberin gehört es Ehelizenzen für alle Paare auszugeben, unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung», so Eriksen. Nun werde sie die Lizenzen an alle Paare ausgeben, ohne Ausnahme.

«Am 30 Juli des letzten Jahres gab es ein unglückliches Zusammentreffen mit Thomas Hurd and  Dylan Toften in meinem Büro. Ich bedaure den Schmerz und die Unannehmlichkeiten, die mein Verhalten dem Paar bereitet hat.“

Erst hatte der Anwalt der 1700-Einwohner-Stadt, Robert Subik, erklärt, das Problem sei der fehlende Termin gewesen. Er räumte aber auch ein, dass Eriksens religiösen Überzeugungen eine grosse Rolle bei ihrem Verhalten gespielt habe.

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Mit einer Zahlung von 25.000 Dollar an das Paar und der offiziellen Entschuldigung Eriksens wurde die Auseinandersetzung am Donnerstag beigelegt.

«Wir freuen uns, dass wir die Einigung mit der Stadt Root erreicht haben, die bekräftigt, dass es die Pflicht der Stadt ist, alle Paare mit der gleichen Würde und dem selben Respekt zu behandeln,» erklärte Omar Gonzalez-Pagan, Anwalt bei Lambda Legal, der das Paar vertreten hat. «Wir hoffen, dass das eine Erinnerung für Behördenmitarbeiter in jeder Stadt dient – egal wie gross -, dass die Ehe für alle Gesetz ist und dass religiöse Überzeugungen keine Lizanz um Diskriminieren sind.»

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Toften und Hurd bekamen ihre Ehelizenz derweil in einer anderen Stadt und sind jetzt verheiratet.

Kriss Rudolph

Geschrieben von

Kriss Rudolph lebt mit seinem Hund Mompa in Berlin. Bei MANNSCHAFT ist er als Online-CvD und als Chefredakteur der deutschen Print-Ausgabe tätig.

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