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MANNSCHAFT-Talk zu 50 Jahre Stonewall – Zeit für neuen Aufstand?

Unser Deutschland-Chef Kriss Rudolph erwartet die Gäste Dirk Behrendt, Rosa von Praunheim, Anastasia Biefang und Sigrid Grajek

Stonewall

Eheöffnung, Adoptionsrecht für Homopaare, Dritte Option – in Deutschland ist vieles erreicht worden. Aber es gibt immer noch genug zu tun, etwa beim Thema Abstammungsrecht und dem Verbot von Konversionstherapien.

2019 jähren sich die Stonewall Riots zum 50. Mal. Die Aufstände in der Bar in der New Yorker Christopher Street Ende Juni 1969 waren der Ausgangspunkt für den ersten, grossen Widerstand gegen die staatliche Diskriminierung von Homosexuellen und gelten als Beginn der Emanzipationsbewegung von Schwulen und Lesben. In Westdeutschland war die Schwulenbewegung eine durchweg studentische Angelegenheit und wurde u. a. durch Rosa von Praunheims Film «Nicht der Homosexuelle ist pervers …» (1971) befördert.
Vieles ist für queere Menschen erreicht worden, aber noch längst nicht alles. Im Jahr 2019 haben wir die Ehe für alle, schwule und lesbische Paare können Kinder adoptieren.

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Aber: Nach wie vor gibt es eine hohe Anzahl an Gewalttaten gegen homosexuelle und trans Menschen. Schwule und Bi-Männer dürfen nur nach einem Jahr Enthaltsamkeit Blut spenden. Und: Noch immer sind in Deutschland Konversionstherapien erlaubt, mit denen Homosexuelle «geheilt» werden sollen. Neben männlich und weiblich gibt es für inter Menschen im deutschen Geburtenregister endlich die Option divers, aber dafür ist ein ärztliches Attest nötig.

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Immerhin, vieles ist in Deutschland erreicht worden. Aber wir wollen auch einen Blick in Länder wie Brasilien und Brunei werfen, nach Polen und Ungarn schauen, wo Mitglieder der LGBTIQ-Community gefährlich leben und neuerdings wie in Brunei mit dem Tod durch Steinigung rechnen müssen.

Im MANNSCHAFT*-Talk spricht Chefredakteur Kriss Rudolph mit diesen Gästen

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Dirk Behrend (Berlins Senator für Justiz und Antidiskriminierung)
Rosa von Praunheim (Filmemacher)
Anastasia Biefang (erste trans Befehlshaberin der Bundeswehr)
Sigrid Grajek (Kabarettistin & Aktivistin)

über Erreichtes und Versäumtes.

Am Sonntag, den 23. Juni um 20 Uhr im BKA-Theater. Der Eintritt ist frei.

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