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Elton John schliesst sich Boykottaufruf gegen Brunei-Hotels an

Der Sänger lobte Initiator George Clooney dafür, dass er sich mit dem Boykott «gegen die schwulenfeindliche Diskriminierung und Intoleranz» in Brunei einsetze

Elton John
Foto: Facebook/Elton John

Nach dem Schauspieler George Clooney hat auch Sir Elton John zu einem Boykott von Hotels aufgerufen, die dem Sultanat Brunei gehören. Es sei wichtig, ein Zeichen gegen schwulenfeindliche Diskriminierung und Intoleranz zu setzen.

Der Sänger schrieb am Samstag bei Twitter, es brauche ein Zeichen gegen den Umgang in Brunei mit homosexuellen Menschen. Eine Neufassung des Strafgesetzbuchs von Brunei sieht vor, dass gleichgeschlechtlicher Sex ab 3. April  mit dem Tod durch Steinigung bestraft wird. Bisher wurden in Brunei zehn Jahre Haft für gleichgeschlechtlichen Sex verhängt.

Elton John lobte Clooney dafür, dass er sich mit dem Boykott «gegen die schwulenfeindliche Diskriminierung und Intoleranz» in Brunei einsetze. Der Sänger räumte ein, es tue ihm zwar leid für die Mitarbeiter der Hotels. Es sei aber wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass solch eine Behandlung inakzeptabel sei.

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Clooney hatte zuvor gesagt, mit jeder Übernachtung, jeder Besprechung, jedem Abendessen in einem der Hotels lande Geld «in den Taschen der Männer, die ihre eigenen Bürger zu Tode steinigen oder prügeln, weil sie schwul sind». Das streng konservative Sultanat Brunei besitzt neun Hotels in Europa und den USA.

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Die Neufassung des Strafgesetzbuchs in Brunei sieht etliche drastische Verschärfungen vor. So muss ein Dieb künftig damit rechnen, dass ihm die rechte Hand amputiert wird. Bei einer Wiederholung droht die Amputation des linken Beins. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete die geplanten Strafen als «grausam und unmenschlich».

Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland, fordert via Twitter von US-amerikanischen Unternehmen in Brunei, sich für die Rechte von Homosexuellen einzusetzen.

Bruneis Sultans Hassanal Bolkiah ist seit 1998 Träger des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. Eine Petition fordert nun, ihm diese Auszeichnung wieder abzuerkennen.

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