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Regenbogen-Zebrastreifen und Ampelpaare für Zurich Pride

Für die Dauer des Zurich Pride Festivals sollen entsprechende Signalisationen und Markierungen errichtet werden

Ein Regenbogen-Zebrastreifen in New York City. (Bild: Peter Burka)

Mit 92 zu 17 Stimmen stimmte der Zürcher Gemeinderat einen Vorstoss von Alan David Sangines und Simone Brander zu. Sie forderten ein «Regenbogen-Bekenntnis» der Stadt für die Zurich Pride.

Nach Köln, Wien, Paris und London soll es nun auch in Zürich regenbogenfarbene Zebrastreifen und gleichgeschlechtliche Ampelpaare zur Pridesaison geben. Am Mittwochabend stimmte der Zürcher Gemeinderat einem Vorstoss von SP-Gemeinderat Alan David Sangines und seiner Parteikollegin Simone Brander mit 92 zu 17 Stimmen bei 7 Enthaltungen zu.

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#amsterdam takes #pride seriously

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Das angenommene Postulat beinhaltet eine Textänderung der FDP, die den Auftrag an die Stadt Zürich um eine regenbogenfarbene Beleuchtung des Stadthauses erweitert.

«In zahlreichen Städten dieser Welt ist die Pride zu einem regelrechten Volksfest geworden», so Sangines. Dabei werden Regierungshäuser in Regenbogenfarben beleuchtet, Verkehrssignalisierungen angepasst und die ganze Innenstadt abgesperrt. «Für die Bevölkerung ist dies ein wichtiges Zeichen, dass die offizielle Verwaltung und Regierung einer Stadt zu 100 Prozent die absolute Gleichstellung befürwortet.»

Ein «Regenbogen-Bekenntnis» der Stadt Zürich sei vor allem jetzt passend, da 2019 sowohl 50 Jahre Stonewall-Aufstände als auch das 25. Jubiläum der Zurich Pride markiere, so Sangines. «Für unsere Community ist 2019 also ein besonderes Jahr.»

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Nebst den Signalisationen und Markierungen im Jubiläumsjahr fordert das Postulat die Stadt Zürich auf, die Beibehaltung eines regenbogenfarbenen Zebrastreifens auch nach dem Zurich Pride Festival zu prüfen. Falls dies nicht möglich sei, könne dafür auch ein symbolischer regenbogenfarbener Zebrastreifen ausserhalb des Strassenverkehrs genommen werden, so Sangines.

Dem Postulat zugestimmt hatten die SP, GLP, FDP, AL und Teile der Grünen.

Die 17 Gegenstimmen sind dem Lager der EVP und der SVP zuzuschreiben, die bereits im Vorfeld gegenüber der Mannschaft Bedenken über die Verkehrssicherheit geäussert hatten. Im Gegenvotum meinte die SVP, dass gleichgeschlechtliche Ampelpaare und Regenbogen-Zebrastreifen «billige Kopien» aus dem Ausland seien.

Die 7 Enthaltungen kamen von der Grünen Fraktion. Man hätte sich gewünscht, dass die Massnahmen von der Stadt Zürich aus initiiert worden wären, ein politischer Vorstoss wirke hingegen wie ein «Klamauk».

Das Motto der Zurich Pride 2019 ist «Strong in Diversity»

In seinem Votum für das Postulat griff Sangines die Bedenken an die Verkehrssicherheit auf. «Es ist uns durchaus bewusst, dass die Signalisationsverordnung vom Bund gewisse Vorgaben vorschreibt, die die Stadt nicht übersteuern kann. Verschiedene Verkehrsexpert*innen haben uns bestätigt, dass es kreative Möglichkeiten gibt.» So habe auch die Stadt Bern während der Pride Ouest 2017 auf dem Zebrastreifen zwischen dem Hauptbahnhof und dem Baldachin einen Regenbogen angebracht.

Zudem seien Studien in anderen Städten zum Schluss gekommen, dass Ampelpaare die Aufmerksamkeit der Menschen im Strassenverkehrt sogar erhöhen, beispielsweise in Wien.

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