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Mann (55) in Berliner Supermarkt homophob beleidigt

Er hatte einen jungen Mann an der Schulter berührt und auf den Diskretionsabstand zu einer Kundin hingewiesen

Homophober Übergriff
Polizei Berlin (Symbolbild, Foto: Mannschaft)

Der Mann wurde am Samstagabend von einem Jugendlichen beleidigt, nachdem er den jungen Mann aufgefordert hatte, den Diskretionsabstand zu einer Kundin einzuhalten.

Wie der 55-Jährige laut Polizei angab, stand er gegen 18 Uhr im Kassenbereich eines Lebensmittelmarktes in der Friedrichstraße. Hier hatte er einen vor ihm stehenden jungen Mann an der Schulter berührt und auf einen entsprechenden Diskretionsabstand zu einer vor diesem stehenden Kundin hingewiesen.

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Daraufhin beleidigte ihn der Jugendliche homophob und flüchtete in unbekannte Richtung. Eine nähere Beschreibung des Pöblers liegt uns nicht vor.

Nach dem Vorfall am Sonntagabend in Kreuzberg ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo hat im vergangenen Jahr allein für Berlin insgesamt 324 Übergriffe und Gewalttaten gegen Homo- und Transsexuelle registriert. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher liegen.

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Wie das Bundesinnenministerium kürzlich auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Ulle Schauws (Grüne) bekannt gab, lag die Zahl der LGBTIQ-feindlichen Straftaten im Jahr 2018 – bundesweit – bei 313. Es gab mehr Fälle von angezeigter Gewalt, aber die Polizei ermittelte seltener die Täter oder Tatverdächtige.

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