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Englischer Fussballclub spielt jetzt ganz im Zeichen des Regenbogens

Nach der Ankündigung vor zwei Wochen gibt das Pride-Trikot seit dem heutigen Samstag sein Debüt auf dem Fussballplatz

Altrincham FC
Bild: Facebook

«Football v Homophobia» heißt es auf dem bereits global berüchtigten Trikot des englischen Fussballvereins Altrincham FC. «Wir glauben dies ist das erste Mal, dass ein Fussballclub eine Ausrüstung trägt, die an das LGBTIQ-Symbol angelehnt ist. Altrincham wird somit einen kleinen Moment Fußballgeschichte schreiben» sagte Bill Waterson, Outfit-Direktor der Nördlichen Liga.

«Für uns ist ein wichtiges Statement. Unser Verein hat sich verpflichtet, eine einladende Atmosphäre für alle zu schaffen, die an unseren Spielen teilnehmen. Unsere Unterstützung für ‹Football v Homophobia› ist entsprechend ein Teil dieser Verpflichtung.»

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Er betonte zudem die große Welle an Zustimmung, sei es von Fans, der National League und selbst Senioren im Ort. Diesen musste zwar teilweise erst erklärt werden, was es mit der Regenbogenfahne auf sich hat, letztlich standen sie jedoch auch hinter der Entscheidung des Vereins, ein Zeichen zu setzen.

Sowas wäre vor 10 oder 20 Jahren noch undenkbar gewesen. Damit ist Altrincham FC ein weiteres schönes Beispiel für ein Fussballteam, dass sich gegen Homophobie stark macht. Zuletzt hatte sich auch der Berner BSC Young Boys dagegen ausgesprochen.

Kein reiner Profit
Auch Fussballfans weltweit wurde schnell die Wichtigkeit des gesetzten Zeichens bewusst, was dem Verein innerhalb von zwei Wochen dreistellige Verkaufszahlen einbrachte.
Reiner Profit sei jedoch nicht die Absicht des Projektes, der Sprecher beschrieb ihn er als „netten Nebeneffekt“ der dem Verein helfe, die Investitionskosten auszugleichen.

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Altrincham engagiert sich allerdings schon seit einigen Jahren für Vielfalt im Fussballsport. Zu diesem Engagement gehören festgelegte Vielfalts- und Inklusionsbeauftragte und seit einigen Jahren wird der Fokus von der «üblichen» Zielgruppe entfernt, um allen Spielern und Zuschauern ein Gefühl von Akzeptanz zu vermitteln.

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