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Sam Smith steht zu seinem Körper

Der genderqueere Sänger spricht auf Instagram, wie er stets unter seinem Körper gelitten habe

Vor Fotoshootings habe Sam Smith wochenlang gehungert, schrieb er auf Instagram. (Bild: instagram.com/samsmith)

Jahrelang hat Sam Smith unter seinem Körperbild gelitten. Damit soll jetzt Schluss sein, schreibt der Sänger auf Instagram, und postete ein Oben-ohne-Bild. Er will sich so lieben, wie seine Eltern ihn schufen.

Zeitlebens kämpfte Sam Smith mit seinem Körpergewicht. 2012 lernte die Öffentlichkeit einen molligen 18-Jährigen kennen, der mit den Songs «Latch» und «La La La» über Nacht weltberühmt wurde. Wenige Jahre später – Smith war nun ein etablierter Star – outete er sich als schwul und verlor knapp 20 Kilo. 2017 outete er sich als genderqueer. (Gemäss diversen Medien bevorzugt er jedoch weiterhin männliche Pronomen.)

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Gestern äusserte sich der heute 26-Jährige auf Instagram nun erstmals über seinen Kampf gegen das Übergewicht und postete ein Foto, das ihn oben ohne am Strand zeigt. «Sobald ein Fotoshooting anstand, hungerte ich während Wochen», schrieb er. Er habe jedes seiner Fotos bis auf die kleinsten Details untersucht, nur um es anschliessend wieder von den sozialen Medien zu löschen.

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In the past if I have ever done a photo shoot with so much as a t-shirt on, I have starved myself for weeks in advance and then picked and prodded at every picture and then normally taken the picture down. Yesterday I decided to fight the fuck back. Reclaim my body and stop trying to change this chest and these hips and these curves that my mum and dad made and love so unconditionally. Some may take this as narcissistic and showing off but if you knew how much courage it took to do this and the body trauma I have experienced as a kid you wouldn’t think those things. Thank you for helping me celebrate my body AS IT IS @ryanpfluger I have never felt safer than I did with you. I’ll always be at war with this bloody mirror but this shoot and this day was a step in the right fucking direction 👅🤘🏼🍑

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Damit soll jetzt Schluss sein. «Ich fordere meinen Körper zurück und höre damit auf, diese Brust und diese Hüften ändern zu wollen, die meine Mutter und mein Vater schufen und bedingungslos lieben.»

Einige Menschen würden das Bild und seinen Post wohl als Narzissmus oder Angeberei abtun. «Ihr würdet das aber nicht denken, wenn ihr wüsstet, wieviel Mut es gekostet hat, das zu tun, und welche Traumata ich in meiner Kindheit aufgrund meines Körpers erfahren habe.»

Das Oben-ohne-Foto am Strand stammt vom Fotografen Ryan Pfluger, den Smith in seinem Post würdigt. «Danke, dass du mir dabei hilfst, meinen Körper so zu zelebrieren, wie er gerade ist», schrieb er. «Ich habe mich nie sicherer gefühlt, als mit dir.»

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Smith gesteht sich ein, dass es nicht einfach sein wird. «Ich werde mit dem Scheissspiegel immer auf Kriegsfuss sein, aber dieses Shooting und dieser Tag waren ein Schritt in die fucking richtige Richtung.»

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