in

So kämpft Travestie für Deutschland gegen «Homoheilung»

Die neue Kampagne wurde am Sonntag via Facebook vorgestellt

Travestie für Deutschland
Jacky-Oh Weinhaus (Foto: Steven P. Carnarius für TdF)
Werbung

Die satirische Kunstaktion aus Berlin «Travestie für Deutschland» (TfD) kämpft mit einer Plakatkampagne gegen Konversionstherapien in Deutschland.

Bisher haben nur wenige Länder wie Malta und einige Bundesstaaten wie New York ein gesetzliches Verbot von Konversionstherapien beschlossen. Damit auch Deutschland solche Therapien verbietet, wurde eine Petition gestartet, mit der der Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn (CDU) und die Bundesministerin für Recht und Verbraucherschutz, Katharina Barley (SPD) sowie jede*r Abgeordnete*r im Deutschen Bundestag dazu aufgefordert wird, sich gegen diese Form der seelischen und psychischen Körperverletzung einzusetzen.

«In einem toleranten, progressiven Land wie Deutschland, sollte diese Praxis weder ausgeübt werden noch erlaubt sein», schreibt Initiator Lucas Hawrylak auf Change.org. Bisher haben über 77.000 Menschen unterzeichnet.

Werbung

New Yorker Homoheiler klagt gegen Verbot seiner Therapie

Auch die satirische Kunstaktion Travestie für Deutschland (TfD) macht sich für ein Verbot von Konversionstherapien stark. «Kinderrrrr, es ist 2019, und wir müssen noch immer gegen HOMO-HEILUNG kämpfen?!», schreiben prominente Drag Queens wie Gaby Tupper und Jurassica Parka auf Facebook.

«Christliche Vereine bieten ‚reparative Therapien* an und vergreifen sich verfassungswidrig an Geist und Körper von Minderjährigen. Diese ‚Behandlungen‘ sind nicht nur unwirksam und unethisch – wo keine Krankheit, da keine Heilung – sondern haben nachweislich gravierende Negativfolgen. Die Weltgesundheitsorganisation, der Weltärztebund und die TfD sind sich einig: Stoppt Homo-Heiler!», erklären die Draq Queens.

Die Travestie für Deutschland trat erstmals zur Berlin-Wahl 2016 in Erscheinung – als Reaktion auf Rechtsruck, Demo für Alle und die allmähliche Akzeptanz der AfD als politische Alternative. Man wolle ein Zeichen setzen gegen Lügenpresse-Schreihälse und Überfremdungshysterie. «Wir machen keine Politik, wir politisieren! Mit satirischem Augenzwinkern und brachialem Humor, auf Plakaten, im Internet und am heimischen Abendbrottisch», so die Botschaft von TdF.

Werbung

Kriss Rudolph

Geschrieben von

Kriss Rudolph lebt mit seinem Hund Mompa in Berlin. Bei MANNSCHAFT ist er als Online-CvD und als Chefredakteur der deutschen Print-Ausgabe tätig.

Tiermedizin

«QueerVets» gegründet – für mehr Diversity in der Tiermedizin

«Wir können nicht faul zuschauen, wie Schwule umgebracht werden»