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LGBTIQ-Fürsprecher will als US-Präsident kandidieren

Die nächsten Wahlen finden im Jahr 2020 statt. Dann möchte Cory Booker den amtierenden Präsidenten Donald Trump besiegen

US-Präsident
Foto: Facebook/Cory Booker

Im Senat setzte er sich für ein Verbot von Homoheiler-Therapien ein, nun will Cory Booker als demokratischer Präsidentschaftskandidat aufgestellt werden.

In seinem ersten Kampagnen-Video – das auch Ausschnitte einer Pride Parade enthält – spricht der US-Senator davon, die stark geteilte Nation durch ein «Gefühl von Sinnhaftigkeit» einen zu wollen. Einen Namen machte sich Booker durch seine Ernennung zum Bürgermeister von Newark, New Jersey, im Jahr 2006. Hier vollzog er im Jahr 2013 auch die erste gleichgeschlechtliche Trauung innerhalb des US-Bundesstaates, bevor 2015 die Ehe bundesweit durch den Supreme Court geöffnet wurde.

New York verbietet Konversionstherapien

In diesem Jahr wurde er schliesslich in den US-Senat gewählt und machte sich seitdem insbesondere für LGBTIQ-Rechte stark, indem er ein Verbot von Homoheiler-Therapien einforderte und an einem Anti-Diskriminierungs-Gesetzesentwurf mitwirkte.

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Online-Trolls beklagen «Mangel an Familienwerten»
Sollte Booker 2020 zum Präsidenten gewählt werden, wäre er der zweite schwarze Amtsinhaber in der Geschichte der USA und der erste unverheiratete Amtsinhaber seit 1884. Dieser Umstand, kombiniert mit seinem langjährigen Engagement für die LGBTIQ-Szene, hat ihn in den vergangenen Jahren häufig zum Ziel von Schmierkampagnen und Online-Trolls gemacht, die seine sexuelle Orientierung in Frage stellten und seinen «Mangel an Familienwerten» beklagten.

Ich liebe es, auf Twitter zu lesen, dass mich jemand für schwul hält

Er ging damit jedoch sehr locker um und sagte 2013 in einem Interview mit der Washington Post: «Ich liebe es, auf Twitter zu lesen, dass mich jemand für schwul hält und sage dann ′Was macht es für einen Unterschied, wenn ich es bin? Dann ist es eben so. Ich hoffe, nicht gewählt zu werden, nur weil jemand annimmt, ich sei hetero.´» Nichtsdestotrotz hat er in einem Interview im Dezember letzten Jahres bestätigt, dass er heterosexuell ist.

Fünf Senatoren könnten kandidieren
Trotz der Nähe zu seinen Wählern und seinem Einsatz für Gleichberechtigung wird sein Weg zur Nominierung als finaler demokratischer Präsidentschaftskandidat sehr steinig, da bisher vermutet wird, dass bald bis zu fünf weitere demokratische Senatoren um die Aufmerksamkeit und Stimmen der Wähler heischen könnten. Unter ihnen dürften auch politische Grössen wie Berny Sanders und Joe Biden sein, ehemaliger Vizepräsident zur Zeit der Obama-Legislatur, die sich beide einer großen Beliebtheit erfreuen. Und dann ist da noch der schwule Bürgermeister Pete Buttigieg, der seine Kandidatur bereits im Januar erklärt hat.

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