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Schwuler Bürgermeister will gegen Donald Trump antreten

Pete Buttigieg wird als möglicher US-Präsidentschaftskandidat gehandelt

Pete Buttigieg
Pete Buttigieg (Foto: Facebook)

(UPDATE: 23. Januar) Am Mittwoch hat er seine Kandidatur offen angekündigt: Damit ist der schwule Demokrat Pete Buttigieg ein möglicher Herausforderer für Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr.

South Bend liegt im US-Bundesstaat Indiana. Die Stadt hat etwas über 100.000 Einwohner. Hier ist Pete Buttigieg seit 2012 Bürgermeister – damals war er der jüngste US-Bürgermeister in einer Stadt dieser Größe, geoutet hat er sich erst 2015. Der Demokrat wird möglicherweise bei den nächsten Präsidentschaftswahlen kandidieren. Der 37-jährige Harvard-Absolvent und Afghanistan-Veteran ist seit vergangenem Sommer mit seinem Mann Chasten Glezman verheiratet.

Dass er antritt, hat er zunächst gegenüber der Washington Post mehr als deutlich durchscheinen lassen. Ein drittes Mal, das hat er auch schon bei CNN im Dezember gesagt, wolle er nicht als Bürgermeister antreten. Er stattet dem Bundesstaat Iowa bereits hier und da Besuche ab, einem der entscheidenden Staaten bei US-Präsidentschaftswahlen. Am Mittwoch machte er sein Vorhaben nun offiziell.

Am Freitag hatte Buttigieg, der auf seinem Facebook-Profil von einer Anhängerin als «hübschester Bürgermeister» in Indiana bezeichnet wird, gegenüber der Nachrichtenagentur AP gesagt: «Die Leute glauben, es seien mittlerweile alle Regeln gebrochen worden, jeder könne antreten. Ich glaube, es sind einige Regeln gebrochen worden und es gibt nur einen Weg herauszufinden, welche das sind.»

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Der Bürgermeister weiter: «Ich verstehe das Verlangen der Menschen, was die Zeit nach Trump angeht. ‚Schau dir das Chaos und die Erschöpfung an – wäre es nicht besser zurückzugehen mit Stabilität, mit jemandem, den wir kennen?’»

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Pete Buttigieg
Pete Buttigieg (li.) und Ehemann Chasten (Foto: Facebook)

Buttigieg weiter: «Aber was macht ein Land denn great? Wir reden gerne über Freiheit und Sicherheit und Familienwerte und wer weiss was noch. Aber die Greatness eines Landes bemisst sich doch daran, ob es Menschen hilft, bessere Leben zu leben, mit weniger Sorgen.»

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Die Strategie Buttigiegs sei nicht, sich als möglicher erster offen schwuler Präsident in Stellung zu bringen, schreibt die Post. Vielmehr setze er darauf, das Land wieder zu einen. Auf seiner Homepage listet er bei seinen Erfolgen auf, er habe in seiner Amtszeit über 3500 Jobs geschaffen. Bevor er an das Amt antrat, hatte das US-Magazin Newsweek den Ort South Bend bereits als «sterbende Stadt» abgeschrieben.

Als Kandidat*innen der Demokratischen Partei für 2020 gelten auch der Obama-Vize Joe Biden und die Senator*innen Bernie Sanders und Elizabeth Warren.

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