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Schwulen Pfarrer mit Sex-Bildern erpresst – 5,5 Jahre Gefängnis!

Zwei Roma slowakischer Herkunft haben zwei ältere Schwule aus der Schweiz erpresst. Dafür müssen sie ins Gefängnis

Foto: pixabay

Der Schaden geht in die Hunderttausende Franken: Zwei Slowaken haben einen schwulen Priester und einen älteren Mann erpresst. Die Beweislage ist dürftig, und dennoch hat sie das Bezirksgericht Andelfingen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ausserdem dürfen sie die Schweiz vorerst nicht mehr betreten.

Zwei homosexuelle Männer, einer davon schwuler Pfarrer, werden von zwei Roma slowakischer Herkunft mit angeblichen Sex-Fotos erpresst: Der Gerichtsprozess, der am Montag (10. Dezember) vor dem Bezirksgericht Andelfingen verhandelt wurde, hatte es in sich.

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Die zwei Beschuldigten (30 und 46 Jahre alt) sollen die zwei Geschädigten immer wieder auf betrügerische Weise um Geld gebracht haben. So ergeben sich viele Einzelfälle: Etwa habe der ältere Täter einen schwulen Mann aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden um ein Darlehen gebeten, um die Polizistenausbildung seines Sohnes zu finanzieren. In der Slowakei müssten angehende Polizisten ihre Uniformen und Fahrzeuge selbst zahlen, erklärte er ihm.

Der schwule Pfarrer glaubte an eine Liebesbeziehung

Der jüngere Täter hat den Pfarrer um 25.000 Franken betrogen, indem er eine drohende Zwangsversteigerung der Wohnung seiner Eltern vorgetäuscht hat. Der Pfarrer hat angenommen, es bahne sich eine Liebesbeziehung zwischen ihm und dem Slowaken an. Er habe nie daran gezweifelt, dass der Mann zurück in die Schweiz komme und dort arbeiten werde.

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Der 46-Jährige Täter hat widerrechtlich die Kreditkarte des Pfarrers genutzt. Zudem hat er sich am Verkauf einer Kuhglockensammlung und eines Schranks bereichert. Laut Anklage habe er dem Pfarrer angeboten, den Verkauf abzuwickeln. Den Erlös steckte er jedoch selbst ein.

Der Pfarrer wusste, dass das Verfahren ihn outen wird

Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Schaden von 40.000 bis 100.000 Franken (etwa 36 – 89.000 Euro) beim Pfarrer. Der andere Geschädigte bezifferte seinen Schaden selbst auf etwa 300.000 Franken (etwa 267.000 Euro). Das Gericht konnte den Fall nur schwer beurteilen, da die Beweislage äusserst dürftig ist. Der Gerichtspräsident erklärte laut «Neuer Zürcher Zeitung», man habe in erster Linie auf die Zeugenaussagen der beiden Geschädigten sowie des Partners des einen Geschädigten, eines Priesters, abgestellt. Diese seien glaubwürdig gewesen.

Dafür spricht unter anderem, dass der Pfarrer «subjektiv unangenehme Umstände» in Kauf genommen habe. Es sei ihm klar gewesen, dass im Laufe der Verhandlung in seiner Gemeinde bekannt werde, dass er schwul sei.

Mehrjährige Haftstrafen für beide Täter

Für das Gericht wichtiger als die Einzelfälle war der Gesamteindruck: Es sah bei beiden Angeklagten einen direkten Zusammenhang zwischen den Taten und der Art und Weise des Lebensunterhalts. Es handele sich deshalb um erwerbsmässigen Betrug. Sie haben die Hilfsbereitschaft der Männer ausgenutzt. Zudem haben sie den Pfarrer mit angeblichen Sex-Bildern bedroht, als der kein Geld mehr geben wollte oder konnte. Dabei haben sie sich die exponierte Stellung eines Pfarrers zunutze gemacht.

Das Gericht verurteilte den jüngeren Angeklagten zu 30 Monaten Haft, davon 15 Monate bedingt (ähnlich der deutschen Bewährungsstrafe). Der ältere Täter muss für 36 Monate ins Gefängnis, die Hälfte der Zeit ist bedingt. Ausserdem werden sie für sechs Jahre des Landes verwiesen. Beide hatten keinen festen Wohnsitz in der Schweiz, sondern waren als Touristen eingereist. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig. Die Verteidigern des 30-Jährigen hat noch im Gerichtssaal Berufung angekündigt.

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