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CSD Pirna erhält Förderpreis für Demokratie

Der Pride-Veranstalter der sächsischen Stadt Pirna wurde für sein LGBTIQ-Begegnungszentrum und den Einsatz für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt geehrt

CSD Pirna
In Pirna nicht zu übersehen: die neue LGBTIQ-Anlaufstelle (Foto: CSD Pirna)

Der Verein CSD Pirna ist für einen Einsatz für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt mit dem Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet worden. Die feierliche Verleihung des Preises fand am Freitagabend in der Semperoper in Dresden statt.

Der Pride-Verein der sächsischen Stadt Pirna war mit dem LGBTIQ-Begegnungszentrum zur Förderung der Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt nominiert. Die Anlaufstelle, mitten in der Stadt, gibt es seit März. Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) hatte sie offiziell eröffnet. Der Verein CSD Pirna betreibt das „Begegnungszentrum zur Förderung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“, was in der Region ein bislang einmaliges Projekt ist. Und umso wichtiger: In Sachsen war die AfD bei der Bundestagswahl im Herbst stärkste Partei geworden.

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Des weiteren wurden ausgezeichnet:die Brückenbauer Chemnitz, Romano Sumnal, Roma-Verein Sachsen, das IBZ Marienthal und Ostritz, Refugee Law Clinic Leipzig, Lauter Leise e.V. sowie die Agenda Alternativ e.V. aus Schwarzenberg für ihr unermüdliches, unerschütterliches und außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet worden.

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie ehrt seit 2007 jedes Jahr das Engagement der demokratischen sächsischen Zivilgesellschaft. 56 Projekte und 4 Kommunen konnten nach Angaben der Initiatoren in den letzten 11 Jahren mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet werden. Insgesamt 771 Bewerbungen gingen in dieser Zeit ein – dies sei «ein lebendiger Ausschnitt des vielfältigen Engagements in Sachsen für gelebte Demokratie».

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie 2018 wird ausgelobt von der Amadeu Antonio Stiftung, der Cellex Stiftung, der Sebastian Cobler Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Dirk-Oelbermann-Stiftung. Mit ihm werden innovative Projektbeispiele aus der Zivilgesellschaft prämiert und ermutigendes Engagement von Kommunen ausgezeichnet.

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