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«Die Bisexualität meiner Hauptfigur wird nicht gross thematisiert»

Marco Kreuzpaintner («Sommersturm») legt mit «Beat» (ab 9.11. bei Amazon Prime) seine erste Serie vor

Beat
«Beat» - ab 9.11. bei Amazon Prime (Foto: Amazon Prime)

15 Jahre ist es her, dass Marco Kreuzpaintner (41) mit „Ganz und gar“ seinen ersten Spielfilm ins Kino brachte. Wenig später gelang ihm mit dem autobiografisch inspirierten Coming-out-Drama „Sommersturm“ eine der schönsten schwulen Geschichten des deutschen Kinos. Nun legt der offen schwule Regisseur mit „Beat“ (ab 9.11. bei Amazon Prime) seine erste Serie vor.

Herr Kreuzpaintner, hat in Zeiten von Amazon Prime, Netflix & Co. eigentlich jeder deutsche Filmemacher mindestens drei Serienideen in der Schublade?
Ich hatte keine einzige auf Halde, als mich der Produzent Willi Geike, der auch für „You Are Wanted“ verantwortlich war, nach einer fragte. Einfach weil ich gar keine Zeit hatte, mir über so etwas Gedanken zu machen, schliesslich bin ich einer der wenigen Regisseure, die durchgängig arbeiten und nicht zwei Jahre Zeit zwischen ihren Filmen haben.

Feiern, der Sex und die Drogen machen nur einen kleinen Teil von „Beat“ aus, oder?
Auf jeden Fall. Das ist nicht das Thema, sondern der Alltag unseres Protagonisten. Eine Selbstverständlichkeit also. „Beat“ ist auch keine Techno-Serie, wie ich immer wieder lesen musste. Das ist nur eine Serie, in der die Hauptfigur nachts in der Technoszene verankert ist. Der eigentliche Plot hat damit wenig zu tun. Auch wenn natürlich jede Menge düsterer Berghain-Techno zu hören ist.

Die Bisexualität von Beat, dem Party-Promoter, wird nicht an die große Glocke gehängt…
Das wird ja noch nicht einmal gelabelt. Der ist alles… Ab und zu macht er so rum, ab und zu so. Beat nimmt sich heraus, immer so Spaß zu haben, wie er sich gerade fühlt. Aber auch das ist in dieser Serie ganz selbstverständlich und kein grosses Thema.

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Ist denn Beat – sexuelle Identität hin oder her – auch ein Alter Ego von Kreuzpainter?
Klar. Aber das ist natürlich eine rhetorische Frage. Man versucht doch als Regisseur immer, etwas von sich in die Hauptfiguren miteinzubringen. Und wie hübsch ich mich selber finde, sieht man daran, dass ich mich mit Jannis Niewöhner besetzt habe (lacht).

Das ausführliche Interview mit Marco Kreuzpaintner erscheint in der Dezember-Ausgabe von MANNSCHAFT. Hier geht’s zum Abo (Deutschland) – und hier auch (Schweiz).

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