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Verliebt in Toronto – zu zweit in Kanada

NEU bei Mannschaft: die schwulen Reiseblogger Couple of men!

Toronto
Foto: Couple of men

Moderne Wolkenkratzer aus Glas und Stahl, historische Gebäude rund um Queens West und Chinatown sowie eine eigene, lebendige Gay Village – die größte kanadische Stadt Toronto weiss zu begeistern, auch uns. Es sollte unsere dritte Reise in eins der schwulenfreundlichsten Länder der Welt werden. (Die Nationalhymne Kanadas ist jetzt geschlechtsneutral). Denn in diesem Frühjahr machten wir uns auf den Weg in die kanadischen Provinz Ontario, um 10 Tage lang die schönsten, aufregendsten und interessantesten Seiten der Region Toronto zu entdecken.

Der schnelle Union Pearson Express Train bringt uns vom Flughafen Hauptbahnhof. Das Wetter ist frühlingshaft mild und die Sonne blinzelt durch die Wolkenkratzer-Schluchten. Kurzerhand entscheiden wir uns zu laufen und nicht mit dem Taxi zum Hotel zu fahren. Auch wenn das Bett beim Einchecken verführerisch aussieht und wir so langsam den Jetlag spüren, entscheiden wir uns mit einem Kaffee to-go und unserer Kamera ausgerüstet eine erste Tour durch Toronto zu machen.

Toronto
Foto: Couple of men

Toronto ist nicht nur die größte Stadt Kanadas, sondern gilt auch als eines der führenden Wirtschafts- und Finanzzentren weltweit. Überall wird gebaut, und es entstehen neue Gebäude und Wolkenkratzer vor allem rund um das Zentrum und entlang der Young and Church Street. Wir wollten uns von der Ausdehnung der Stadt von oben überzeugen und staunten beim überschauen der Stadt nicht schlecht: Auf der durch Gitter gesicherten Aussichtsplattform des CN Towers sahen wir auf der nördlichen Seite bis die Ferne Häuser und Siedlungen durchbrochen von grünen Parks und Wäldern und Richtung Süden die Weite des Ontariosees.

Toronto
Foto: Couple of men

Natürlich darf auf einer Toronto-Reise ein Besuch in The Village nicht fehlen, und das nicht nur wegen der Regenbogen-Zebrastreifen. The Church-Wesley Village gilt als das Zuhause der LGBTIQ-Community Torontos und auch heute noch als der Anlaufpunkt für Schwule, Lesben und queere Menschen aus der ganzen Welt. Wir hatten die Möglichkeit, beim Schwulen Drag Sonntagsbrunch im Buchladen Glad Day Bookshop mit schwulen Männern ins Gespräch zu kommen.

Alteingesessene Clubs und Bars der Schwulenszene finden neue Wege, um am Leben zu bleiben

‘Viele der schwulen Clubs in Toronto sind geschlossen, einige aufgrund zahlreicher Neubauten, andere, weil das Publikum auf Online-Optionen und Apps ausweicht”, meint Steven, während eine der hiesigen Drag Queens beim Brunch einen Spagat auf das Parkett legt. Doch dabei wirkt der Torontoer Autor keineswegs pessimistisch, im Gegenteil. Denn “(…) zur gleichen Zeit, finden die alteingesessenen und traditionsreichen Clubs und Bars der Schwulenszene wie das Woody’s, Cruise and Tango, Buddies in Bad Times oder das Black Eagle ganz neue Wege um am Leben zu bleiben, wie zum Beispiel Video-Game und Drag-Race-Nächte.” Steven ist überzeugt, dass “(…) LGBTIQ-Menschen solche Räume einfach brauchen, wenngleich auch nicht mehr so viele wie früher.”

Toronto
Foto: Couple of men

Und wer noch ein bisschen mehr Zeit in Toronto hat, sollte sich einen Ausflug zu den Niagarafällen nicht entgehen lassen. Mit einem der regelmäßig verkehrenden Buslinien benötigt man circa drei Stunden von Toronto Downtown bis zur kanadischen Stadt Niagara Falls in Ontario. Wir dachten uns, wenn wir schon einmal hier sind, dann machen wir auch das volle Programm mit Zip-Lining entlang des Niagara Flusses, einer Bootstour zu den kanadischen Horseshoe Fällen, einer Reise hinter die Wasserfälle und natürlich einem 10-minütigen Helikopterflug über das Tal und die rauschenden Wassermassen, die im Übrigen des Nachts in bunten Farben angestrahlt werden.

Kanada, wir haben uns erneut in dich verliebt.

Der vollständige Reisebericht steht in der September-Ausgabe der Mannschaft. Hier geht’s zum Abo (Deutschland)– und hier auch (Schweiz).

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