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Bühne frei für den «Swiss Diversity Award»

In Bern findet morgen die erste Austragung des «Swiss Diversity Awards» statt

Am 29. September wird in der Schweiz zum ersten Mal der «Swiss Diversity Award» verliehen. Nominiert sind Personen, Organisationen und Unternehmen, die sich im Bereich LGBTIQ, Flüchtlinge und Menschen mit Behinderungen engagieren. 

Diversität und Inklusion sollen in allen ihren Prägungen gefördert werden. Unter diesem Motto wird am 29. September im Berner Kursaal zum ersten Mal der «Swiss Diversity Award» verliehen. Hinter dem Anlass steckt der gleichnamige Verein, der von Michel Rudin, Co-Präsident Pink Cross, und Jazzmin Diann Moore, Miss Drag Queen 2008 und Preisträgerin des Tolerantia Awards 2016, ins Leben gerufen wurde.

Der Abend soll festlich und glamourös werden. Nach dem Eintreffen der Gäste auf dem roten Teppich und einem Apéro Riche, folgt die Preisverleihung begleitet von einem Gala-Dinner. Der «Swiss Diversity Award» umfasst zwölf Awards, die in verschiedenen Kategorien vergeben werden, darunter zum Beispiel der «LGBT+ Award». Nominiert sind Anna Rosenwasser, Geschäftsleiterin der Lesbenorganisation LOS, das LGBTIQ-Filmfestival «Pink Apple» sowie der Schiedsrichter Pascal Erlachner, der mit seinem Coming-out im letzten Jahr die Diskussion um Homosexualität im Profifussball erneut ins Rollen gebracht hatte. Für den «Politics Award» sind die Nationalrät*innen Rosmarie Quadranti (BDP), Sibel Arslan (Grüne) und Mathias Reynard (SP) nominiert. Auch der Bereich Prominenz ist abgedeckt: Für den «Entertainment Award» sind Robin Rehmann vom Radio Virus, Dragqueen Gossipa und das Promipaar Tamy Glauser und Dominique Rinderknecht im Rennen. Die Awards sind mit 1000 Franken dotiert, der «Lifetime Award» mit 5000 Franken.

Der «Swiss Diversity Award» steht aber nicht nur im Zeichen der LGBTIQ-Szene. Auch das Engagement im Bereich Menschen mit Behinderungen und in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit soll gewürdigt werden. «Wir waren uns einig, dass sich dieser Award nicht auf die LGBTIQ-Community beschränken soll und darf», sagte Michel Rudin gegenüber dem Verein Network. Der Abend soll zusammenführend sein und das ganze Spektrum von Diversität und Inklusion abdecken. So setzt sich auch die achtköpfige Jury mit Personen aus verschiedenen Bereichen zusammen: Anne Luwema, Botschafterin des Königreichs Niederlande, Moderatorin und Model Christa Rigozzi, Regisseurin Güzin Kar, Henry Hohmann von Transgender Network Switzerland, Eiskunstläuferin Denise Biellmann, Christoph Stühn vom Kunsthaus Zürich, Nationalrätin Kathrin Bertschy und Nia Joynson, ehemaliger Managing Director und Global Head Diversity & Inclusion für UBS und Swiss Re.

Doch warum braucht es einen «Swiss Diversity Award»? «Die Anerkennung und die Förderung von Chancengleichheit für Menschen verschiedenster Ethnien, Geschlechtern, Hautfarben, nationale Herkünfte, Alter, Behinderungen oder Religionen ist unsere Motivation», steht auf der Webseite diversityaward.ch. Zum einen soll das jahrelange Engagement von Personen, Organisationen und Unternehmen gefördert werden. Zum anderen sollen die Themen Diversität und Inklusion stärker in die öffentliche Aufmerksamkeit rücken.

Die Resonanz sei schon im Vorfeld sehr gross gewesen, so Michel Rudin gegenüber Network. Die jährliche Verleihung der Diversity Awards soll einen festen Platz im Kalender der Stadt Bern erhalten. Der bisherige Erfolg gibt den beiden Initianten Recht: «Aufgrund des uns bereits bekundeten Interesses seitens von Sponsoren und Partnern gehen wir davon aus, dass 2019 noch erfolgreicher sein wird als das Initialjahr.»

Mehr Informationen zum «Swiss Diversity Award» gibts hier. Mannschaft Magazin ist Medienpartner der Veranstaltung.

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