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Uganda soll erstes LGBTIQ-Zentrum bekommen

In mehrheitlich christlichen Uganda gilt Homosexualität als Straftat. Schwule und Lesben werden verfolgt, verprügelt und eingesperrt. 2011 wurde der schwule Aktivist David Kato ermordet, nachdem eine ugandische Zeitung ihn auf der Titelseite geoutet hatte.

Der Kampf gegen Homo- und Transphobie in dem ostafrikanischen Land geht weiter, auch wenn der Uganda Pride regelmäßig abgesagt oder bekämpft wird. Die 22-jährige trans Frau Alicia Houston ist Mitglied von „Rainbow Riots“, einer queeren Gruppe in Uganda, die mit Musik gegen Trans-, Bi- und Homophobie protestieren.

Als ich mich geoutet habe, hat mich mein Vater vor die Tür gesetzt

„Es war nicht einfach, als Trans* in Uganda aufzuwachsen“, schreibt Alicia in einer Petition. „Ich wurde permanent schikaniert und musste von der Schule abgehen. Als ich mich vor meiner Familie geoutet habe, hat mich mein Vater vor die Tür gesetzt und mir gesagt, dass ich es verdiene, in der Hölle zu schmoren.“

Ihre einzige Möglichkeit, zu überleben, war, ihr Zuhause zu verlassen und Sexarbeiterin zu werden. Seit meinem 18. Lebensjahr lebt sie mit HIV, schreibt Alicia.

„Nachdem die Pride letztes Jahr in letzter Minute von einem Minister verboten wurde, haben Rainbow Riots einfach eine heimliche Pride-Feier auf die Beine gestellt. Das war ein so kostbarer Moment voller Musik, Freiheit und Freude“, schreibt sie in der Petition, die die Schaffung eines LGBTIQ-Zentrums in Uganda zum Ziel hat.

Rainbow Riots und All Out haben ein gemeinsames Crowdfunding gestartet. Kürzlich haben sie ihr erstes Album veröffentlicht. Petter Wallenberg, ein schwedischer Künstler, Songwriter, Produzent und Gründer von Rainbow Riots, spendet allen, die noch am Montag hier spenden, ein Album gratis.

Das geplante LGBTIQ-Zentrum soll einen sicheren Raum zum Proben und Musikmachen bieten, dort werden Veranstaltungen und Workshops stattfinden, Filme gezeigt, es wird Kunst gemacht und gegen Diskriminierung mobilisiert.

Ólafur Arnalds – re:member

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