in

VfL Wolfsburg – jetzt immer mit Regenbogen-Kapitänsbinde

Zum ersten Bundesligaspiel gegen Schalke 04 (Samstag, 25. August, 15.30 Uhr) wird der Wolfsburger Josuha Guilavogui seine Mannschaft mit einer Regenbogen-Kapitänsbinde am Arm aufs Spielfeld führen und diese auch künftig tragen. Das kündigt der VfL Wolfsburg auf seiner Homepage an und will damit „ein klar sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung und für Vielfalt im Fußball“ setzen.

„Wir stehen als Verein für eine tolerante Gesellschaft. Daher wollen wir uns nicht nur punktuell gegen Diskriminierung positionieren, sondern über die gesamte Saison und in allen unseren Teams ein deutliches Zeichen setzen und so zeigen, dass wir für Vielfalt stehen“, so VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke. Ab sofort würden darum alle Kapitäninnen und Kapitäne der VfL-Mannschaften ihre Spiele mit der Regenbogen-Kapitänsbinde absolvieren. (So setzt der britische Fußball ein Zeichen gegen Homophobie)

Werbung

Guilavogui, vor der Saison zum Kapitän der Wölfe gewählt, unterstützt die Aktion gern: „Wir Fußballer sind Vorbilder und wollen mit dem Regenbogen zeigen, dass bei uns im Stadion und im Verein alle willkommen sind. Es ist egal, welche Hautfarbe oder welches Geschlecht du hast, wen du liebst, ob du ein körperliches Handicap hast oder welchen Glauben du hast – Fußball ist für alle da. Dafür steht der Regenbogen und wir als Team stehen hinter dieser Botschaft.“ (Nicht für alle Vereine ist der Einsatz gegen Homophobie selbstverständlich.)

Lesbische Spielerin machte beim VfL Wolfsburg den Anfang
Den Anfang machte Nilla Fischer, die im vergangenen Jahr mit dem Wunsch auf den Verein zukam, mit dem Regenbogen am Arm spielen zu dürfen. Die schwedische Kickerin ist offen lesbisch und seit 2013 mit ihrer Partnerin verheiratet. Seit März 2017 läuft Fischer in der Bundesliga und in DFB-Pokalspielen mit der Kapitänsbinde in Regenbogenfarben auf. Die Aktion ihres Vereins begrüßte sie auf Twitter deutlich.

Zum Start der neuen Saison folgen nun alle VfL-Mannschaften von den Bundesliga-Profis bis hin zur U 10. Und es machen auch alle Teams des Frauenbereichs bei dieser Initiative mit. Damit auch alle Kapitäne und Kapitäninnen mit einer passenden Binde auflaufen können, näht der langjährige Aktionspartner Lebenshilfe Wolfsburg die Exemplare passgenau um.

Werbung

Der VfL Wolfsburg erklärt, man engagiere sich langfristig und auf verschiedenen Ebenen gegen Diskriminierung. Im kommenden Jahr stehe besonders das Engagement gegen Homophobie und Sexismus im Mittelpunkt der Anti-Diskriminierungsarbeit. Am 1. September veranstaltet der VfL gemeinsam mit dem Fanprojekt der Stadt Wolfsburg einen Streetkick gegen Homophobie.

MNEK: «Meine Musik ist mein Aktivismus»

Nächste Runde für «Let’s Talk about Sex and Drugs» in Zürich