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Lykke Li – so sad so sexy

Was ist nur aus dem schüchternen Mädchen mit Dutt und Streifenshirt geworden, das zu seiner Debütsingle «Little Bit» vor der Kamera tanzte und über Liebe sang? Scheinbar ein echter Popstar! Nachdem ein Remix ihres Songs «I Follow Rivers» Lykke Li international grossen Erfolg bescherte, trat die Schwedin endgültig aus dem Schatten des Undergrounds hervor und eiferte gen Mainstream – was sich auch auf ihre Musik auswirken sollte. Dem letzten Album «I Never Learn» (2014) hörte man bereits an, dass es grössere Ambitionen hegte, als eine Rand­erscheinung im Independentbereich darzustellen. Der Nachfolger «so sad so sexy» geht aber noch ein ganzes Stück weiter und entführt Lykke Li in die Arme von R’n’B und Electropop. Zwar macht die 32-Jährige auch dabei eine gute Figur, nur scheint all die Finesse, all die herbe Süsse, die ihren Songs bis dato immer anhafte, verloren. Charttauglich, beatlastig und textlich deutlich weniger verträumt als auf den Vorgängerplatten zielt «so sad so sexy» klar auf eine neue Zielgruppe ab. Ein wenig schade, wenn man bedenkt, wie vielversprechend das erste Teaservideo zur LP war, das vor wenigen Wochen im Internet auftauchte. Die Zerbrechlichkeit und Melancholie, die es versprach, vermisst man, sobald Tracks wie «sex money feelings die» oder «deep end» zum ausgelassenen Hüftenkreisen animieren.

– Lykke Li «so sad so sexy», erscheint am 8. Juni 2018 (LL Recordings / RCA Records)

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