in

Emeli Sandé fordert Aufhebung von homophoben Gesetzen

Setzt sich für LGBTIQ-Rechte ein: Emeli Sandé. (Bild: Instagram/EmeliSandé)

Diese Woche versammelten sich in England die Führer der Verbindung souveräner Staaten «Commonwealth of Nations» zu einem Meeting. Im Gespräch mit den Regierungschefs tat die Sängerin Emeli Sandé ihre Meinung über die LGBTIQ-Community kund.

Sie rief zur Aufhebung von homophoben Gesetzen und zur Gleichbehandlung von LGBTIQ-Menschen auf. «Sie müssen diese Menschen als Menschen sehen. Ich hoffe, dies sendet eine Botschaft, dass wir alle gleich, alle Menschen sind. Meine Hoffnung, dass es auch in Sambia mehr Freiheit und Gleichheit geben wird, ist gross. Ich denke, es würde das Land in vielerlei Hinsicht verbessern», so die 31-Jährige mit sambischen Wurzeln gegenüber «Evening Standard».

Werbung

Emeli Sandé wird im Buckingham Palace mit einer MBE-Medaille für ihr musikalisches Engagement während der Geburtstagsfeier der Queen geehrt. (Bild: Instagram/EmeliSandé)

Sambia eignete sich das Rechtssystem Grossbritanniens nach der Unabhängigkeit in 1964 an. Die Gesetze zur Homosexualität sind seit anhin weitgehend unverändert geblieben – schwuler Sex wird mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft, Homosexualität im Allgemeinen gilt als illegal.

Vor einigen Wochen reichten LGBTIQ-Commonwealth-Aktivisten eine Petition ein, um LGBTIQ-Rechte auf den Besprechungsplan des Commonwealth-Treffens zu setzen. Bis zu 104’000 Menschen unterzeichneten diese Petition. «Überraschenderweise hat die Commonwealth in den 60 Jahren – seit ihrem Bestehen also – nie explizit über die Rechte der LGBTIQ-Community gesprochen», erklärte Edwin Sesange, Direktor der «African Equality Foundation».

Die britische Premierministerin Theresa May bedaure die Gesetzgebung in Ländern wie Sambia, die während der britischen Herrschaft angenommen wurde. «Überall auf der Welt wirken sich diskriminierende Gesetze, die vor vielen Jahren erlassen wurden, weiterhin auf das Leben vieler Menschen aus. Sie kriminalisieren gleichgeschlechtliche Beziehungen und schützen die Frauen und Mädchen nicht», so May, «mir ist nur allzu bewusst, dass diese Gesetze oft von meinem eigenen Land erlassen wurden. Sie lagen damals falsch, und dies tun sie heute noch. Als Premierministerin des Vereinigten Königreichs bedaure ich zutiefst, dass solche Gesetze eingeführt wurden und das Diskriminierung und Gewalt weiterhin bestehen.»

Emeli Sandé ist nicht die einzige bekannte Persönlichkeit, die sich gegenüber der Commonwealth bezüglich der LGBTIQ-Rechte geäussert hat. Auch der britische und offen schwule Turmspringer Tom Daley wies nach seinem Gewinn an den Commonwealth Games im April in seiner Rede darauf hin, dass 37 von 53 Commonwealth-Staaten homosexuelle Handlungen immer noch kriminalisierten.

Wie die Commonwealth of Nations nun bezüglich der LGBTIQ-Rechte vorgeht, ist noch unklar.

Roman Lob

Roman Lob: „Der ESC ist nur noch Kirmes“

AfD fordert Schliessung des «Berghain» und will Darkroom ausleuchten