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Dr. Gay – Besteht beim Rimming ein Krebsrisiko?

Lieber Dr. Gay, mein Partner und ich stehen auf Rimming. Es macht uns Spass und ist ein gutes Vorspiel. Ich habe nun gehört, dass Cunnilingus Krebs verursachen kann. Besteht das Risiko auch beim Rimming?
-Tobi (31)

Hallo Tobi, beim Rimming, also beim Stimulieren des Anus mit Mund und Zunge, kann ein HPV-Risiko bestehen. HPV steht für Humanes Papilloma-Virus. Dabei sind es bestimmte Hochrisiko-Typen, die verschiedene Krebsvorstufen und -erkrankungen auslösen können. Gefährdet sind in erster Linie Frauen (Gebärmutterhalskrebs). Es zeichnet sich jedoch immer mehr ab, dass HPV auch bei Männern für gewisse Krebsformen mitverantwortlich sein könnte. Etwa 70 % der erwachsenen Bevölkerung trägt das HP-Virus in sich. In wiederum 70 % dieser Fälle verschwindet das Virus innerhalb eines Jahres nach der Infektion und in 90 % der Fälle innerhalb von zwei Jahren. Die HP-Viren werden beim Sex relativ leicht übertragen, Rimming ist nicht risikoreicher als andere Sexpraktiken. Auch andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) wie zum Beispiel Tripper, Hepatitis oder Syphilis können beim Rimming übertragen werden. Darum: lasst euch gegen Hepatitis A und B impfen, achtet auf euren Körper und geht bei Anzeichen von Brennen, Ausfluss oder Juckreiz im Genital- oder Analbereich zum Arzt. Oft treten STI ohne Symptome auf. Für sexuell aktive Menschen mit wechselnden Partnern ist es daher ratsam, sich regelmässig auf die gängigsten STI testen zu lassen. Dies kommt schlussendlich eurer Gesundheit zu Gute und verhindert eine Verbreitung von STI. Die meissten STI sind gut behandelbar, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Bezüglich HIV birgt Rimming kein Risiko. Testempfehlungen gibt es hier: https://www.drgay.ch/de/deine-gesundheit/testempfehlung

Alles Gute, Dr. Gay

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