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Werbefilm der britischen Armee richtet sich an Homosexuelle

Ausschnitt aus dem Werbefilm der britischen Armee

Aufbauend auf einer Reihe von Anzeigen, die im letzten Jahr lanciert wurden, bietet «This is Belonging 2018» animierte Werbespots von echten Soldaten, die Fragen beantworten wie: «Kann ich in der Armee schwul sein?», «Kann ich meinen Glauben in der Armee praktizieren?» oder «Kann ich weinen?»

«Ich hatte Angst, akzeptiert zu werden», sagt ein Erzähler. Aber innerhalb weniger Tage sei er zuversichtlich geworden, sich selbst sein zu dürfen. «Ich habe keine Angst mehr davor, über meinen Freund zu sprechen.»

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Mit der Aktion will die Armee ihren Mangel an Rekrut_innen bekämpfen.

Aber der 1,6 Millionen Pfund schweren Kampagne wird schon jetzt «politische Korrektheit» verworfen. «Wenn ich unter Beschuss gerate und einer meiner Männer anfängt zu weinen, dann sollte er wegen Feigheit erschossen werden», schrieb ein Kommentator auf YouTube.

Der pensionierte Oberst Richard Kemp besteht darauf, dass die Kampagne das Rekrutierungsproblem der Armee nicht lösen wird. «Die Hauptgruppe der Menschen, die daran interessiert sind der Armee beizutreten, sind nicht so sehr darüber besorgt, ob sie angehört werden. Sie werden von den Bildern des Kampfes angezogen werden», sagte er der BBC.

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Das britische Militär hob sein Verbot für schwule Rekruten im Jahr 2000 auf und begann 2014 mit der Aufnahme von Trans-Rekruten_innen.

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