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SVP-Freysinger: «LGBT töten die Gesellschaft»

Nach seiner Abwahl aus der Walliser Regierung im vergangenen Winter zog sich Freysinger aus der Öffentlichkeit zurück. Nur, um der Schweiz nun sein neustes Buch zu präsentieren.

Anlässlich einer Podiumsdikussion mit der Auns, der EU-feindlichen «Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz», teilte Freysinger seine bedenkliche Ansichten – auch zu LGBT. Laut Tagesanzeiger lässt er sich zitieren:

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Der Journalist anerkennt keine Landesgrenzen, ist Antirassist, Pro-Europäer, Feminist, Umweltschützer, für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender, für Abtreibungen und die Euthanasie, kurz, für alles, was die Gesellschaft tötet.

Bereits 2005 und 2016 fiel Freysinger mit homphoben Äusserungen auf. «Jeder soll im privaten Bereich leben, wie er es für richtig hält. Aber niemand soll sein Schwulsein in der Öffentlichkeit zelebrieren und es für politische Zwecke nutzen», findet der Zürcher Hardliner. Auf die hohe Suizidrate bei jungen LGBT sagte er lapidar: «Psychologen brauchen Patienten um existieren zu können. Je mehr Probleme sie schaffen, desto mehr Arbeit werden sie haben.»

Nationale und französischsprachigen LGBT-Verbände reagierten damals in einer Stellungnahme auf die Kommentare von Oskar Freysinger.

Viele Zeugnisse zeigen, dass die Realität von LGBT ganz anders ist als die von Oskar Freysinger

Der Walliser politisierte für die SVP im Nationalrat. Er verzichtete 2015 auf sein Nationalratsmandat zugunsten seiner Regierungsrat-Arbeit, wurde dann aber dieses Jahr auch dort abgewählt.

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