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Frank Oceans Vater bestreitet Vorwürfe zu homophoben Aussagen

Im Sommer letzten Jahres meldete sich der US-amerikanische und offen schwule Rapper Frank Ocean auf Tumblr zu Wort. Das Nachtclub-Massaker in Orlando erschütterte viele Menschen, darunter auch den Musiker. Wie die «TMZ» berichtete, widmete er seinen Tumblr-Post der Horrornacht und erzählte von jener Situation, in der er das erste Mal mit homophoben Äusserungen konfrontiert wurde. Diese Äusserungen tätigte Calvin Cooksey, sein eigener Vater. «Als ich sechs Jahre alt war, gingen ich und mein Vater eines Tages in ein Restaurant. Ich hörte, wie er die Kellnerin, die eine Transfrau war, als Schwuchtel bezeichnete. Dann zog er mich aus dem Restaurant und sagte, er wolle sich nicht von ihr bedienen lassen, weil sie schmutzig sei», so Ocean.

Calvin Cooksey (l.) fordert über 14 Millionen US-Dollar von seinem Sohn als Entschädigung. (Bild: Instagram/spikenews)

In dem Post sprach sich der Musiker und Songwriter zudem über Homophobie im Allgemeinen aus: «Viele hassen uns und wünschen sich, wir würden nicht existieren. Viele sind davon genervt, dass wir gleiche Rechte wollen.»

http://frankocean.tumblr.com/post/146249813326/i-read-in-the-paper-that-my-brothers-are-being

Ein Jahr später äussert sich nun Calvin Cooksey über die geschriebenen Worte seines Sohnes. Er widerspricht der Geschichte und fordert satte 14.5 Millionen US-Dollar (etwa 13.5 Millionen Euro) als Entschädigung. Zudem beschuldigte er seinen Sohn, ihn finanziell ruinieren zu wollen.

Frank Oceans Anwalt gab gegenüber «Pitchfork» zu verstehen, dass es ein trauriger Fall sei. Es täte ihm leid, dass sein Mandant so etwas durchmachen müsse. Das Gericht wird voraussichtlich diese Woche eine endgültige Entscheidung fällen.

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