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Ehemaliger Spitzensportler Colin Jackson outet sich

Am Wochenende outete sich der walisische Spitzensportler Colin Jackson vor laufender Kamera während eines Interviews mit dem schwedischen TV-Senders «SVT». Lange Zeit leugnete Jackson die Gerüchte über seine angebliche Homosexualität. Gegenüber dem ehemaligen schwedischen Sprinter und öffentlich schwulen TV-Kommentator Peter Häggström und der Hochspringerin Kajsa Bergqvist betonte Jackson, dass dieser nie einen Grund gesehen habe, öffentlich über seine Sexualität zu sprechen und sich so in Szene zu setzen.

2006 wurden erstmals die Gerüchte über seine Vorliebe zu Männern gestreut, als ein Exfreund einer Boulevardzeitung die Geschichte über ihre heimliche Beziehung preisgab. Colin Jackson erklärte 2008 gegenüber einer Zeitung, dass er nicht schwul sei und sich als Single glücklich fühle. Er bezeichnete die Gerüchte als «Mist» und beschrieb Halle Berry als seine Traumfrau.

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On the start line of the 110mh but not running.. Phew, those things are high ☺️ #rio2016 #olympics2016 #bbcsport

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«Da merkte ich, dass ich die besten Eltern der Welt habe»
Sich bei seinen Eltern zu outen, sei zunächst eine emotional sehr stressige Situation gewesen. Damals, als die Geschichte über seine heimliche Beziehung mit seinem Exfreund in den Nachrichten zu sehen war, wusste Colin, dass er den Eltern eine Erklärung schuldig war. «Ich wartete in der Küche auf sie. Als sie reinkamen konnte meine Mutter mein Gesichtsausdruck sehen und fragte mich, was los sei. Und ich meinte, dass die Geschichte, die gerade über mich in den Nachrichten kursiert, wahr sei», so Colins gegenüber SVT. Die Mutter hat Verständnis gezeigt und war lediglich über die Tatsache empört, dass jemand eine solche Geschichte verkaufen wollte, «und da habe ich bemerkt, dass ich wirklich die besten Eltern habe».

Glänzende Karriere
Colin Jackson erreichte Spitzenergebnisse in seiner Karriere als professioneller Leichtathlet. Er erlangte zwei Mal den Weltmeistertitel und hielt über zehn Jahre den Weltrekord im 110-Meter-Hürdenlauf, den er 1993 bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart aufstellte. Der 50-Jährige gewann zwischen 1988 und 2002 insgesamt zwölf Mal Gold, acht Mal Silber und einmal Bronze in internationalen Wettkämpfen, u.a. bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul. Zuletzt arbeitete er als Sportkommentator für die BBC.

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