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Kenia zensiert «Same Love» Remix

2012 wurde «Same Love» von Macklemore & Ryan Lewis zur Hymne für gleichgeschlechtliche Liebe. Nun hat die Medienaufsicht Kenias den Remix einer örtlichen Band zensiert.

Anfang Februar hat die staatliche Aufsicht Kenias das Musikvideo zu einem Remix von «Same Love» der kenianischen Band Art Attack zensiert. Der Remix enthält eine spezielle Widmung für die LGBT-Menschen des Landes, sie seien die «neuen Schwarzen, die neuen Sklaven». Im Video sind LGBT-Aktivisten und gleichgeschlechtliche Paare zu sehen.

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Die Medienaufsicht hat das Video zensiert, weil es den «moralischen Werten des Landes» nicht gerecht wird. Sie ruft die Bevölkerung dazu auf, sich das Video nicht anzusehen und auch nicht zu teilen.

Die Band Art Attack beschreibt das Video als «kenianisches Lied über die Rechte von LGBT-Menschen, Gleichheit der Geschlechter und Bürgerrechte für alle sexuellen Orientierungen». Im Beschrieb des YouTube-Videos steht ein Disclaimer: «Warnung: Dieses Video enthält Bilder und eine Botschaft, die von einigen unnötig als anstössig empfunden werden können.»

Obama thematisierte Rechte für Homosexuelle
In Kenia sind gleichgeschlechtliche Beziehungen illegal und können mit Haftstrafen von bis zu 14 Jahren bestraft werden.

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US-Präsident Barack Obama sprach die Kriminalisierung von homosexuellen Handlungen im Rahmen seines Staatsbesuches 2015 an: «Ich glaube an den Grundsatz, Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln, und dass sie vor dem Gesetz denselben Schutz geniessen.»

Doch Obama stiess bei Uhuru Kenyatta, dem Präsidenten Kenias, auf taube Ohren.

«Wir müssen in der Lage sein, offen über einige dieser Dinge zu sprechen», erwiderte Kenyatta darauf. Die USA und Kenia teilten zwar viele gemeinsame Werte. «Es gibt einige Dinge, bei denen wir zugeben müssen, dass wir sie nicht teilen.» Die kenianische Kultur und Gesellschaft akzeptiere Homosexualität nicht. In den Köpfen der Kenianer sei das einfach kein Thema – «und das ist ein Fakt», sagte Kenyatta.

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