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Putin: „In Russland werden Schwule und Lesben nicht diskriminiert“

Der Oberste Gerichtshof der USA hätte die gleichgeschlechtliche Ehe als ein von der Verfassung geschütztes Recht anerkannt, begann der Journalist Charlie Rose, der das Interview führte. „Halten Sie das für eine gute Idee?“, fragte er Putin. Dessen Antwort: Die Richter selbst seien auch nicht alle gleicher Meinung gewesen. Manche würden zum Beispiel die Adoption durch homosexuelle Paare ablehnen. „Sind sie deswegen weniger demokratisch?“

Des Weiteren fand Wladimir Putin, die Probleme der sexuellen Minderheiten in Russland würden von anderen Ländern übertrieben dargestellt, „aus politischen Gründen und ohne wirkliche Grundlage“. Er sei dagegen, dass Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt würden. „Ich verurteile die Verfolgung von Personen aufgrund ihrer Rasse, Ethnie, Religion oder sexuellen Orientierung.“ So etwas gebe es in Russland nicht.

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Der Präsident äusserte sich auch zum Gesetz, das die „Homo-Propaganda“ verbietet. Ihm gehe es dabei um den Schutz der Kinder. Diese sollten selber entscheiden und herausfinden können, wer sie seien und wie sie leben wollten. Vor Kurzem wurden in Russland eine Internet-Community für LGBT-Jugendliche sowie weitere Internetseiten gesperrt. Auch sonst kommt es immer wieder zu Vorfällen, die zeigen, dass LGBT-Menschen in Russland kein leichtes Leben haben. So wurde in diesem Jahr zum Beispiel ein LGBT-Aktivist zu zehn Tagen Haft verurteilt, weil er eine CSD-Demonstration durchführte.

Das Interview mit Vladimir Putin:


Kein guter Start für «Stonewall»

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