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Ägypten: Ein Jahr Haft wegen Schwulenhochzeit

Wegen einer angeblichen Schwulenhochzeit auf dem Nil sind gemäss der Nachrichtenagentur dpa acht Ägypter zu jeweils einem Jahr Haft verurteilt worden. Ein Berufungsgericht in der Hauptstadt Kairo senkte am Samstag die Freiheitsstrafe herab, wie die Zeitungen «Al-Ahram» und «Al-Masry al-Youm» übereinstimmend berichteten. Im erster Instanz im November hatte der Richterspruch wegen «Anstachelung zu unsittlichem Verhalten» noch drei Jahre gelautet.

Die Männer waren im September festgenommen worden, nachdem auf der Videoplattform Youtube ein Film aufgetaucht war, in dem zwei Männer Ringe tauschten und sich küssten, während andere sie beklatschen. Auch eine Torte mit dem Bild des Paares war zu sehen. Die Angeklagten beteuerten, bei dem Video habe es sich nur um einen Scherz gehandelt.

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Obwohl Homosexualität in Ägypten nicht ausdrücklich verboten ist, werden immer wieder Männer wegen «unsittlichen Ausschweifungen» oder «der Verletzung öffentlichen Anstands» verurteilt. Mit dieser Begründung müssen sich derzeit auch 26 Besucher eines Badehauses vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, sich dort regelmässig zu homosexuellen Orgien getroffen zu haben.

Text: dpa
Bild: YoutTube

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