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Grosse Demo gegen die Homoehe in Paris

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Am Sonntag, 24. März, war die Fotografin Kapuly Dietrich auf der Champs-Elysées in Paris, um das nächste Modeshooting für Mannschaft Magazin durchzuführen. Stattdessen geriet sie unfreiwillig in eine grosse LGBT-feindliche Demonstration. Über 300’000 Menschen und Kindr (!) protestierten gegen Frankreichs Entscheid, die Ehe und die Adoption für Schwule und Lesben zu öffnen. Gemäss den Behörden waren fast 2’000 Polizisten vor Ort. Alle Metrostationen rund um die Champs-Elysées, der Arc de Triomphe sowie alle Nebenstrassen wurden abgeriegelt. Zusammen mit einem Freund war Kapuly gezwungen, sich unter die wütende Masse zu mischen.

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«Familien reisten aus dem ganzen Land an», sagt Kapuly, «Sie nahmen sogar ihre Kinder mit, um gegen die Homoehe zu demonstrieren. Gegen Kindern in Homoehen. Sogar Priester waren da. Mir wurde fast schlecht.»

Was sie davon halten würde, wenn sie zwei Väter hätten, wurden Kapuly und ihr Freund Georges von einem Demonstranten gefragt. Als Georges erwiderte, zwei Männer könnten genauso gute Eltern sein wie ein heterosexuelles Paar, zeigte sich der Demonstrant schockiert.

«Er zog seine Tochter zur Seite als wären wir verseucht», erzählt Kapuly.

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Die Homoehe ist die erste grosse gesellschaftspolitische Reform des sozialistischen Staatschefs François Hollande. Nachdem die französische Nationalversammlung im Februar die Einführung der Homoehe deutlich mit 329:299 Stimmen gutgeheissen hatte, soll nun der französische Senat im April einen definitiven Entscheid fällen.

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